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Was ist eigentlich Gesundheit?

April 19

Unter Gesundheit wird nicht nur das Fehlen von Krankheit verstanden, sondern vielmehr das ausgewogene Zusammenspiel von körperlichem Wohlbefinden, emotionaler Zufriedenheit, geistiger Balance und Eingliederung in Familie, Freundeskreis und Gesellschaft.

 

Ausserdem benötigen wir ein Gefühl von Lebenssinn, um uns wohlfühlen zu können.

 

Eine Beeinträchtigung auf jeder dieser Ebenen führt früher oder später zum Ungleichgewicht der ganzen Person - und so zu Krankheit.

 

Diese Ebenen sind stark vernetzt und dürfen nicht separat betrachtet werden, auch wenn wir häufig dazu neigen. Wenn man aber Gesundheit in diesem Zusammenhang betrachtet, ist es unschwer zu verstehen, warum beispielsweise Menschen mit psychischen Problemen viel häufiger auch an körperlichen Krankheiten leiden und eine reduzierte Lebenserwartung haben. Oder warum Isolation und Vernachlässigung zu psychischen Problemen führen. Auch die Entstehung von Autoimmunerkrankungen ergibt aus dieser Sicht einen Sinn. 

 

Körperliche Betätigung, Ernährung, Stress und Schlaf gewinnen laufend mehr Anerkennung als Ursachen bzw. bei der Heilung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs und seelischen Erkrankungen.

 

Weiters tendieren wir heutzutage dazu, die Erkrankung von Individuen als eben ein individuelles Geschehen zu sehen - ein Problem der oder des Einzelnen. Das ergibt jedoch keinen Sinn, wenn man auch nur etwas über die Entstehung von Krankheiten nachdenkt. Die Rolle der Umwelt ist unumstritten. Wie wir essen, was wir trinken und die Luft, die wir atmen, bestimmen auf atomarer und molekularer Ebene die schlussendliche Zusammensetzung des Körpers. Stressfaktoren in diverser Form wirken auf uns ein.

 

‘Gesundheit ist das höchste Gut’ - dieser alte Spruch ist sehr wahr, denn wer Gesundheit nicht  geniessen kann, muss sein Leben anpassen, ein neues Gleichgewicht finden. Zusätzlich zu den resultierenden Einschränkungen bestimmt dann das entstandene Krankheitsbild oft sehr entscheidend den Tagesablauf. Dies kann auch sehr teuer werden.

 

Ist es da nicht erstrebenswert, so viel wie möglich zu tun, um nicht oder möglichst wenig von der eigenen Krankheit herumkommandiert zu werden?